Vitamin D für Mutter und Kind
Aktuelle Untersuchung zeigt häufigen Vitamin-D-Mangel bei Schwangeren und Neugeborenen
Eine häufige Unterversorgung an Vitamin D stellten deutsche Wissenschaftler bei Schwangeren und Neugeborenen fest. Die Forscher entnahmen 84 Schwangeren zum Zeitpunkt der Entbindungen Blut sowie Blut aus der Nabelschnur deren Kinder und bestimmten den „25-Hydroxy-Vitamin D-Gehalt“ – der Speicherform von Vitamin D.
Es zeigte sich, dass 90 % der Frauen und 88 % der Säuglinge an Vitamin D unterversorgt waren. Nur zwei der 84 Frauen und drei der Neugeborenen überschritten die Mindestempfehlungen des US-Institute of Medicine von 2011 von 50 nmol/L. Ein Mangel an Vitamin D in der Schwangerschaft kann den Calciumhaushalt bei Mutter und Kind stören. Unterversorgte Säuglinge zeigen schwächere Knochen und sind zudem anfälliger für Infekte.
Unsere Ernährung bietet kaum die Möglichkeit, den täglichen Bedarf an Vitamin D zu decken, weshalb die körpereigene Vitamin-D-Bildung mithilfe von Sonnenlicht unerlässlich ist. In unseren Breiten kann Vitamin D aber nur in der warmen Jahreshälfte – ca. zwischen April und Oktober – mithilfe von Sonnenlicht hergestellt werden. Bei Stubenhocker ist die Vitamin-D-Problematik ganzjährig ein Thema.
Die Supplementierung von Vitamin D in der Schwangerschaft ist daher eine wichtige gesundheitliche Maßnahme für Mutter und Kind – aber nur in Maßen. In der Schwangerschaft sollten maximal 10 µg Vitamin D ergänzend eingenommen werden, z.B. Biogena NutriFEM basic.
Quelle: Ärzte Zeitung; Ausgabe 181; Dienstag, 11. Oktober 2011; Seite 4.

