Calcium in der Schwangerschaft – ein harter Knochen!
Die Empfehlung für die Calcium-Aufnahme erhöht sich in der Schwangerschaft nicht, dennoch erreicht nicht jede werdende Mutter die empfohlene Zufuhr.
Calcium – unveränderter Bedarf in Schwangerschaft
Während sich der Bedarf von vielen Vitaminen und Mineralstoffen in der Schwangerschaft erhöht, bleibt der Calcium-Bedarf mit 1000 mg pro Tag gleich und unterscheidet sich somit nicht von den Empfehlungen für nicht-schwangere Frauen. Calcium ist mengenmäßig der wichtigste Mineralstoff im menschlichen Körper und bildet mit Magnesium und Phosphat das Grundgerüst von Knochen und Zähne. Die adäquate Zufuhr von Calcium ist nicht nur für das kindliche Knochenwachstum wichtig, sondern beeinflusst auch das Osteoporose-Risiko der werdenden Mutter, da bei geringer Calcium-Aufnahme Calcium aus dem mütterlichen Knochen mobilisiert wird.
Calcium-Status in Schwangerschaft häufig niedrig
Calcium gilt generell als ein „kritischer“ Nährstoff und so ist der Calcium-Status auch bei Schwangeren häufig suboptimal. Besondere Abneigungen in der Schwangerschaft oder generelle Fehlernährung können dazu führen, dass die empfohlene Zufuhr nicht erreicht wird.
Vor allem wenn Frauen Milch und Milchprodukte nicht vertragen (Laktoseintoleranz) oder diese durch die Schwangerschaft bzw. generell nicht mögen, kann die Calcium-Zufuhr kritisch sein.
Die Calcium-Versorgung des Menschens ist zwar nicht von Milch und Milchprodukten abhängig, das darin enthaltene Calcium kann aber besser aufgenommen werden als z. B. Calcium aus Gemüse und Nüssen (Ausnahme Sojaprodukte). Andere Calcium-Lieferanten sind Soja, Feigen, Mohn, Amaranth, Tofu, Sesam, Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne, Brokkoli, Kohl, Fenchel, Lauch, Marillen, Beeren, Dörrobst, Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse und manche Mineralwässer.
Negativ auf die Calciumbilanz hingegen wirken sich oxalat- und phosphathaltige Lebensmittel wie Spinat, Rhabarber, Mangold, Limonaden, Fast Food, Wurst, oder Schmelzkäse aus.
Sinnhaftigkeit von Calcium-Präparaten in der Schwangerschaft
Ein Calcium-Präparat in der Schwangerschaft kann vor allem bei geringen bzw. keinem Milchkonsum sinnvoll sein. Eine niedrige Calcium-Aufnahme während der Schwangerschaft erhöht das Risiko von Schwangerschaftskomplikationen (Präklampsie, Eklampsie) und kann damit die Gesundheit von Mutter und Kind beeinträchtigen. Studien zeigen, dass Calcium-Supplemente das Auftreten von Schwangerschaftskomplikationen reduzieren können.


Folsäure ist für die Zellteilung und das Gewebewachstum zuständig und spielt deshalb gerade in der Schwangerschaft eine immense Bedeutung. Schließlich entsteht während dieses Entwicklungsprozesses aus einer einzigen Zelle ein Mensch mit rund 100 Milliarden Zellen.